Gesundheit
Was passt zu mir: Brille oder Kontaktlinsen?

Bild: Sean Patrick / Pexels.com
Eine Sehschwäche ist nervig, aber korrigierbar. Sowohl Kontaktlinsen als auch Brillen sind in der Lage, geringe und starke Fehlsichtigkeiten auszugleichen. Aber welche Methode passt zu wem? Kann wirklich jeder Kontaktlinsen tragen oder ist bei manchen Menschen eine Brille besser geeignet?
Passen Kontaktlinsen zu mir?
Kontaktlinsen sind die unsichtbare Sehhilfe. Sie sitzen direkt auf dem Auge und bewegen sich mit dem Blick mit. Dadurch bieten sie ein natürliches Sichtfeld ohne störende Brillenränder. Für bewegungsintensive Berufe und Sport sind sie eine praktische Lösung, weil sie weder verrutschen noch beschlagen.
Im Vergleich zur Brille sind Kontaktlinsen allerdings pflegeintensiver. Wer sie täglich trägt, muss auf Hygiene achten und die Augen mit Feuchtigkeit versorgen. Empfindliche Augen oder Menschen mit trockener Bindehaut reagieren teilweise mit Reizungen auf das dauerhafte Tragen von Linsen. Auch für Allergiker und Personen mit Neigung zu Entzündungen kommen Brillen eher infrage.
Das sind die Vor- und Nachteile von Kontaktlinsen
Die Kontaktlinse hat ihre Vor- und Nachteile. Tages-, Wochen- und Monatslinsen sind weniger pflegeintensiv als Jahreslinsen, außerdem gibt es mittlerweile auch für starke Sehschwächen schon geeignete Lösungen. Ob Kontaktlinsen geeignet sind, ist eine persönliche Entscheidung. Die Vor- und Nachteile sollte jeder Träger im Vorfeld kennen.
Vorteile:
- Keine Einschränkung des Sichtfelds
- Keine optischen Verzerrungen am Rand
- Perfekt für unsichtbare Sehkorrektur
- Praktisch beim Sport und Aktivitäten
- Präzise Korrektur der Fehlsichtigkeit
Nachteile:
- Höherer Pflegeaufwand, insbesondere bei Jahreslinsen
- Nicht für jede Hornhaut geeignet
- Reizungen bei trockenen Augen
Ist eine Brille die richtige Sehhilfe für mich?
Brillen sind unkompliziert, korrigieren selbst stärkste Sehstärken und gelten für viele Träger auch als modisches Statement. Auf der Nase sitzend, schützen sie das Auge zusätzlich vor Staub, Wind und Lichtreizen, obwohl das nur ein Nebeneffekt ist. Für Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten oder nur gelegentlich eine Sehhilfe brauchen, ist die Brille oft die erste Wahl.
In bestimmten Situationen stört die Sehhilfe. Bei Regen wird sie nass, beim Wechsel vom Kalte ins Warme beschlägt sie. Auch beim Sport kann die Brille verrutschen oder ist bei Ballsportarten sogar eine Gefahr. Das seitlich eingeschränkte Sichtfeld ist am Anfang störend, wird aber von den meisten Brillenträgern schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahrgenommen.
Einstärkenbrille oder Gleitsicht?
Die moderne Brille bietet nicht nur bei der Wahl des Gestells viel Auswahl, sondern auch bei den Upgrades für die Gläser. Wer nur in der Nähe oder in der Ferne schlecht sieht, nutzt in der Regel eine Einstärkenbrille. Durch Spezialschlifftechniken oder Upgrades wie Blaulichtfilter, UV-Schutz und Lotus-Beschichtung lässt sich das Sehen perfektionieren.
Wer beim Sehen in mehreren Distanzen Probleme hat, profitiert von einer Gleitsichtbrille. Sie ermöglicht stufenloses Sehen von nah bis fern, ganz ohne eine Zweitbrille. Die Eingewöhnung an Gleitsichtgläser braucht mehr Zeit als an Einstärkengläser. Bei den meisten Menschen funktioniert sie aber schnell und problemlos.
Das sind die Vor- und Nachteile von Brillen
Was wirklich zum Träger passt, ist eine persönliche Entscheidung. Viele Menschen nutzen sowohl Kontaktlinsen als auch Brillen, für jeden Anlass die passende Wahl. Folgende Vor- und Nachteile der Brille sollten vor der Entscheidung bekannt sein.
Vorteile:
- Unkomplizierte Handhabung
- Keine Augenreizung
- Zusätzlicher Schutz vor UV-Licht
- Upgrades der Gläser mit Blaulichtfilter, Gleitsicht oder Lotuseffekt möglich
- Auch sinnvoll für Gelegenheitsnutzer
Nachteile:
- Anfangs wahrnehmbare Einschränkung beim Sichtfeld durch den Rahmen
- Stört bei Regen oder Temperaturwechsel
- Sichtbares Accessoire, das zum Gesicht passen muss
Wenn aus augenärztlicher Sicht nichts gegen Kontaktlinsen spricht und die Hornhautform keine Kontraindikation ist, ist eine duale Nutzung für viele Menschen die beste Option. Bei Lust auf ein modisches Stück Sehverbesserung ist der Griff zur Brille sinnvoll, bei Bedarf einer dezenten und praktischen Sehhilfe der Griff zur Kontaktlinse.