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Die Zusammenführung von Katzen ist nicht immer auf Anhieb erfolgreich, weshalb diese schrittweise erfolgen und auf die Zeichen geachtet werden muss. Aber was sind gute Zeichen bei einer Katzenzusammenführung?


Wie gut eine Katzenzusammenführung klappt, ist vor allem abhängig vom Alter und den Gewohnheiten der Tiere. Je unterschiedlicher die Tiere sind, desto behutsamer sollte in der Regel die Vorgehensweise erfolgen. Dass sich Katzen bei einer Vergesellschaftung auf Anhieb gut verstehen, ist im Allgemeinen selten der Fall. Wichtig ist es daher, mit Geduld bei der Zusammenführung der Katzen vorzugehen und Zeit einzuplanen. Eine zu rasche Zusammenführung führt in der Regel zu Konflikten, welche die spätere Beziehung der Katzen deutlich belasten kann.

Gute Zeichen bei der Katzenzusammenführung

Eine Zusammenführung ist für alle beteiligten Katzen in erster Linie Stress. Je mehr Zeit man daher für die Zusammenführung einplant, desto schonender ist dies für die Tiere. Auch wenn die Katzen charakterlich gut zusammenzupassen scheinen, wird die neue Katze doch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen bzw. von Bezugspersonen getrennt und die „alte“ Katze muss plötzlich ihr Revier mit einem Eindringling teilen. Eine Vergesellschaftung sollte stets schrittweise ablaufen. Achten Sie daher auf das Verhalten der Katzen. Sind Reaktionen und Verhalten der Katzen positiv, kann der nächste Schritt getan werden. Folgende Verhaltensweisen bei der Katzenzusammenführung sind gute Zeichen:

  • Körperhaltung: Die Körperhaltung sollte immer als Ganzes gesehen werden. Erst im Kontext können einzelne Zeichen erst gedeutet werden. Allgemein gilt: je aufrechter Katzen gehen, desto entspannter sind sie. Wenn Ihre Katze eher geduckt läuft und auch die Ohren leicht anlegt, hat sie Angst und braucht einen Rückzug bzw. mehr Raum für sich.
  • Schwanzhaltung: Der Schwanz kann viel über eine Katze sagen. Ist der Schwanz oben, geht es der Katze gut und sie ist entspannt. Ist der Schwanz unten, muss das aber zwangsläufig nicht bedeuten, dass das Tier unentspannt ist. Wenn der Schwanz unten ist und pendelt, bedeutet das, dass sie unruhig ist. Wenn sich die Haare aufstellen, deutet das auf Stress hin und zeigt, dass sich die Katze wahrscheinlich zurückziehen möchte.
  • Ignorieren: Ein besonders gutes Zeichen ist es, wenn sich die Katzen ignorieren. Denn ignorieren bedeutet gleichzeitig auch dulden. Die Katzen beginnen nun nebeneinanderher zu leben.
  • Katzen vertreiben sich nicht: Wenn Katzen sich nicht gut verstehen, äußert sich das nicht immer in Kämpfen. Weitaus subtiler ist es, wenn sich Katzen mobben. Dann versperrt zum Beispiel ein Tier dem anderen die Laufwege oder drängt es vom Futternapf oder der Katzentoilette weg. Ein gutes Zeichen ist es, wenn beide Katzen darauf achten, wo sich die andere gerade befindet.
  • Katzen spielen für sich: Wenn sich eine Katze in der Anwesenheit der anderen beschäftigen kann, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass eine Katze nicht ständig wachsam sein muss, was das andere Tier tut. Sie kann sich quasi fallenlassen.
  • Blinzeln: Wenn Katzen blinzeln, ist das ebenfalls meist ein gutes Zeichen. In der neutralsten Form teilt die Katze damit mit, dass sie nichts tut und nicht auf Streit aus ist.
  • Distanz nimmt ab: Wie Menschen haben auch Katzen ihre eigene Wohlfühlzone. Eine Distanz von ein bis zwei Metern ist für die meisten Katzen ein „gesunder“ bzw. neutraler Abstand. Wenn die Katzen diesen in der Kennenlernphase respektieren, sind sie auf einem guten Weg. Oft wird dieser Distanzbereich bei Konflikten auch als Druckmittel genutzt, um die andere Katze zu mobben und zu vertreiben. Bei freundlichen Begegnungen wird dieser Bereich dann von beiden einvernehmlich unterschritten.
  • Schnurren: Das Schnurren einer Katze kann zwar unterschiedliche Bedeutungen haben, ist aber in den meisten Fällen ein positives Zeichen. Meist schnurren Katzen, weil sie sich wohlfühlen. Oft ist Schnurren auch ein wichtiger Teil der Kommunikation (1). Dann ist es ein Zeichen der Entwarnung und kann sogar eine Aufforderung zum Kontakt bzw. zum Spielen sein.

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