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Wer sich einen Golfball genauer anschaut, bemerkt, dass dieser übersät ist mit Einkerbungen. Wie viele das sind und was die sogenannten „Dimples“ bewirken, erfahren Sie hier.


Golfbälle haben eine ungewöhnliche Oberfläche. Statt einer glatten Beschaffenheit befinden sich auf ihr viele Einkerbungen dicht aneinandergereiht. Das war nicht immer so, denn die „Dimples“, wie man sie im Golfsport nennt, sind erst Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Golfbälle gekommen.

Wie viele Einkerbungen hat ein Golfball?

Wie viele Einkerbungen ein Golfball hat, ist abhängig von Art und Marke des Balls. In der Regel haben Golfbälle etwa 300 bis 500 Einkerbungen auf der Oberfläche. Diese Dimples sind in der meistens rund, wobei einige Marken auch Golfbälle mit eckigen Dellen herstellen. Es existiert eine Vielzahl an Dimplemustern auf dem Markt(1).

Warum haben Golfbälle Einkerbungen?

Durch die Einkerbungen fliegen Golfbälle weiter. Der Grund ist ein geringerer Luftwiderstand durch kleine Verwirbelungen, die auf der Oberfläche entstehen. Im Flug teilt sich die Luft vor dem Golfball und kommt hinter ihm wieder zusammen. Dabei entsteht vor dem Ball ein Luftwiderstand und dahinter ein Widerstand durch Unterdruck.

Während sich der Widerstand durch die Verwirbelungen der Dimples vor dem Ball nur minimal erhöht, wird der Unterdruck hinter dem Ball etwa um die Hälfte reduziert, da sich die Zone, in welcher der abbremsende Unterdruck entsteht, verringert (man spricht dabei auch von der Totwasserzone bzw. Grenzschichtablösung). Mit der richtigen Schlagtechnik, zum Beispiel Auftrieb durch einen Rückwärtsdrall, kann ein Golfball mit Einkerbungen zwischen doppelt und viermal so weit abschlagen werden als einen Ball ohne Einkerbungen(2,3).

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