Gesundheit

Trockene Augen: Wenn Bildschirm, Heizungsluft und Kontaktlinsen den Augen schaden

Von |30. Juni 2026|Lesezeit: 3,8 Min.|

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Brennen, Jucken, ein Fremdkörpergefühl, das nicht verschwindet – trockene Augen sind mehr als nur lästig, sie können langfristig das Sehen beeinträchtigen. Erfahren Sie, was dahintersteckt und wie moderne Therapien wie die E-Eye-Behandlung endlich Linderung bringen.

Brennen, Jucken, ein Fremdkörpergefühl, das den ganzen Tag nicht verschwindet: Trockene Augen gehören zu den häufigen Beschwerden, mit denen Patientinnen und Patienten in der augenärztlichen Praxis vorstellig werden. Die Ursachen reichen von Bildschirmarbeit über Heizungsluft bis hin zu hormonellen Veränderungen – und in vielen Fällen lassen sich die Beschwerden mit Selbsthilfe und moderner Therapie deutlich lindern. Für Betroffene aus der Region steht mit einer sicheren E-Eye-Behandlung in Salzburg zudem eine moderne Therapieoption zur Verfügung. Dieser Ratgeber erklärt, wie das Trockene-Auge-Syndrom entsteht, was Sie selbst tun können und welche Behandlungen heute in der Augenheilkunde eingesetzt werden.

Was steckt hinter dem Trockenen Auge?

Das Trockene-Auge-Syndrom – medizinisch auch Sicca-Syndrom genannt – ist mehr als nur eine leichte Reizung. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung des Tränenfilms und der Augenoberfläche. Der Tränenfilm wird klassischerweise als dreischichtiger Aufbau beschrieben: einer schleimigen (Mucin-)Basis, einer wässrigen Mittelschicht und einer dünnen Lipidschicht, die das vorzeitige Verdunsten verringert. Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht, fühlen sich die Augen müde, gerötet und gereizt an. Paradox: Bei vielen Betroffenen tränen die Augen sogar verstärkt, weil die Schutzreflexe überreagieren können.

Mögliche Ursachen sind vielfältig. Häufig wird eine sogenannte Meibomdrüsen-Dysfunktion beschrieben, bei der die kleinen Drüsen am Lidrand zu wenig oder zu zähes Sekret produzieren. Auch hormonelle Veränderungen, bestimmte Medikamente (zum Beispiel manche Antihistaminika oder Betablocker), Autoimmunerkrankungen sowie langes Tragen von Kontaktlinsen können eine Rolle spielen.

Warum Bildschirmarbeit die Augen austrocknen kann

Wer konzentriert auf einen Monitor schaut, blinzelt in der Regel seltener. Jeder Lidschlag wirkt jedoch wie ein kleiner Scheibenwischer, der den Tränenfilm gleichmäßig verteilt. Bleibt er aus, kann die Tränenflüssigkeit schneller verdunsten und die Hornhaut wird weniger gleichmäßig benetzt. Wenn Sie das Phänomen kennen, sollten Sie gegensteuern: Die häufig empfohlene 20-20-20-Regel – alle 20 Minuten für etwa 20 Sekunden in die Ferne (rund 20 Fuß, also etwa 6 Meter) schauen – kann die Augen entlasten.

Selbsthilfe im Alltag

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  • Luftfeuchtigkeit erhöhen: Schalen mit Wasser auf der Heizung oder ein Luftbefeuchter können besonders in der kalten Jahreszeit helfen.
  • Bewusst blinzeln: Legen Sie mehrmals täglich kurze Blinzelübungen ein, vor allem am Schreibtisch.
  • Ausreichend trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt allgemein das Wohlbefinden der Augen.
  • Lidrandhygiene: Warme Kompressen und sanftes Massieren der Lider können verstopfte Meibomdrüsen lösen.
  • Bildschirm richtig einstellen: Positionieren Sie den Monitor leicht unter Augenhöhe – das reduziert die geöffnete Augenfläche.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sind Tränenersatzmittel – idealerweise ohne Konservierungsstoffe – ein erster sinnvoller Schritt. Bei dauerhaften Beschwerden gehört die Ursachenklärung jedoch in fachärztliche Hände.

Bild: Infografik

Moderne Therapien beim Augenarzt

Die Augenheilkunde hat in den vergangenen Jahren weitere Behandlungsoptionen für das Trockene Auge etabliert. Statt nur Symptome mit Tropfen zu lindern, lassen sich heute die Lidranddrüsen auch direkt adressieren. Eine in Fachkreisen diskutierte Methode ist die Anwendung von gepulstem Licht (IPL), die die Funktion der Meibomdrüsen unterstützen soll. Wenn Sie in Bad Reichenhall, Freilassing, Salzburg oder der näheren Umgebung leben, bietet die Praxis für Augenheilkunde Dr. med. Matthias Klose diese Therapieoption für trockene Augen an.

Die Behandlung läuft ambulant ab: Die Lidregion wird mit definierten Lichtimpulsen behandelt, was die Drüsenfunktion anregen soll. In der Regel sind mehrere Sitzungen nötig, die in einigen Wochen Abstand stattfinden. Ergänzend kommen Verfahren wie LipiFlow zum Einsatz, bei denen Wärme und sanfter Druck verstopfte Drüsen lösen sollen. Welche Methode passt, hängt vom individuellen Befund ab – eine sorgfältige Diagnostik mit Tränenfilmanalyse und Lidranduntersuchung steht deshalb am Anfang jeder Therapie.

Wann sollten Sie zum Augenarzt?

Halten Brennen, Rötung oder Fremdkörpergefühl länger als ein bis zwei Wochen an, ist ein augenärztlicher Termin sinnvoll. Auch wenn Sie beim Lesen schnell ermüden, verschwommen sehen oder lichtempfindlich werden, sollten Sie die Ursache klären lassen. Unbehandelt kann ein chronisch trockenes Auge die Augenoberfläche schädigen und das Sehen langfristig beeinträchtigen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Kombination aus Alltagsroutine, gezielter Pflege und – wenn nötig – moderner Therapie lassen sich die Beschwerden in vielen Fällen deutlich lindern. Trockene Augen sind heute kein Schicksal mehr, sondern eine behandelbare Erkrankung, für die es individuelle Lösungen gibt.