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Programmspeicher am Mac wird knapp: So kommt die Warnung nicht ständig zurück

Bild: Nicolas Bichon / Unsplash.com
Die Warnung „Dein System hat keinen Programmspeicher mehr“ lässt sich nicht dauerhaft wegklicken – entscheidend ist, die Ursache zu finden. So spürst du speicherhungrige Apps auf und sorgst dafür, dass die Meldung seltener wiederkommt.
Die Meldung „Dein System hat keinen Programmspeicher mehr“ taucht oft im ungünstigsten Moment auf. Einmal Programme zu schließen hilft kurzfristig, verhindert aber keine Wiederholung. Wer die Ursache kennt, kann den Speicherverbrauch dauerhaft besser im Griff behalten.
Programmspeicher vs. Festplattenspeicher
Der Begriff sorgt leicht für Verwirrung, denn Programme liegen dauerhaft auf dem internen Laufwerk, benötigen während ihrer Ausführung aber Arbeitsspeicher. Wird der RAM knapp, kann macOS Daten vorübergehend auf das Startvolume auslagern. Dafür muss dort ausreichend freier Platz vorhanden sein.
Die Speicherverwaltung verteilt den verfügbaren Arbeitsspeicher auf laufende Prozesse. Werden gleichzeitig viele umfangreiche Programme verwendet, steigt der Bedarf entsprechend. Dasselbe kann passieren, wenn eine einzelne Anwendung aufgrund von einem Fehler ungewöhnlich viel Speicher beansprucht. Wenn du den Mac-Programmspeicher löschen möchtest, solltest du deshalb nicht wahllos Dateien entfernen. Sinnvoller ist es, zunächst herauszufinden, welcher Prozess den Speicher tatsächlich beansprucht.
Die Aktivitätsanzeige verrät mehr als die Fehlermeldung
Unter „Programme“, „Dienstprogramme“ und „Aktivitätsanzeige“ zeigt macOS im Bereich „Speicher“ die laufenden Prozesse und deren Speicherbedarf. Die Grafik am Fensterrand ist praktisch und hilfreich, denn sie zeigt farblich an, was gerade los ist. Bleibt die Anzeige grün, kommt das System mit dem verfügbaren Speicher normalerweise gut zurecht. Gelb oder Rot weist auf zunehmenden Speicherdruck hin. Die RAM-Menge allein ist nicht aussagekräftig genug, in Kombination mit der Anzeige lassen sich auffällig speicherhungrige Anwendungen aber finden.
Ein Programm, dessen Speicherbedarf während längerer Nutzung ständig weiterwächst, kann beispielsweise ein Speicherleck haben. In diesem Fall bringt regelmäßiges Schließen zwar vorübergehend Ruhe, langfristig sollte aber nach einem Update für die betreffende Anwendung gesucht werden.
Browser und Multitasking im Alltag begrenzen
Viele gleichzeitig geöffnete Programme treiben den Speicherbedarf unnötig nach oben. Anwendungen, die erst am nächsten Tag wieder gebraucht werden, können vollständig beendet werden, statt dauerhaft im Hintergrund geöffnet zu bleiben.
Ähnliches gilt für den Browser, wo zahlreiche Tabs mit Webanwendungen, Videos oder umfangreichen Webseiten erhebliche Mengen RAM beanspruchen können. Tabs für später lassen sich als Lesezeichen oder in Tabgruppen sichern, ohne dass sie permanent geöffnet bleiben müssen.
Erweiterungen verdienen ebenfalls gelegentlich eine Kontrolle. Nicht mehr verwendete Browser-Erweiterungen können deaktiviert oder entfernt werden, was die Nutzung im Hintergrund beendet und so mehr Speicherplatz schafft.
Freier Platz auf dem Startvolume bleibt wichtig
Auch ein Mac mit ausreichend RAM kann Probleme bekommen, wenn das Startvolume nahezu voll ist. macOS benötigt freien Speicher unter anderem für Auslagerungsdateien. Große Videos, alte Installationsdateien oder nicht mehr benötigte Anwendungen sind deshalb sinnvollere Kandidaten zum Aufräumen als unbekannte Dateien in Systemordnern. Regelmäßige Updates für macOS und häufig verwendete Programme gehören ebenfalls zur Vorsorge. Fehlerhafte Anwendungen können mehr Speicher beanspruchen als vorgesehen und ein späteres Update kann genau dieses Verhalten korrigieren. Updates sind daher nicht nur für die Sicherheit relevant, sondern auch für den Betrieb.
Taucht die Warnung trotzdem immer wieder auf, sollte nicht jedes Mal dieselbe Schnelllösung folgen. Zeitpunkt und laufende Programme liefern meist die besseren Hinweise. Erscheint die Meldung beispielsweise regelmäßig während derselben Anwendung, lässt sich die Suche deutlich besser einschränken als bei einem Mac der ohnehin dauernd unter Dauerdruck durch ausgelastete Speicher steht.




