Foto: ABDULLA M / Unsplash.com


Wer den Begriff „Haubenkoch“ schon einmal gehört hat, fragt sich sicher, was es damit auf sich hat. Mehr dazu hier.


Den Begriff „Haubenkoch“ kennt man vor allem in Österreich. Haubenköche sind Köche, die vom Restaurantführer Gault & Millau mit Kochmützen ausgezeichnet wurden. Diese werden in Österreich „Hauben“ genannt. Der Restaurantführer gilt neben dem Guide Michelin als einer der einflussreichsten Restaurantführer französischen Ursprungs, weshalb ein Haubenkoch oder eine Haubenköchin in Österreich einen ähnlichen Stellenwert haben, wie ein Sternekoch oder eine Sterneköchin in Deutschland.

Wie bekommt ein Koch seine Hauben?

Anders als der Restaurantführer Guide Michelin beschränkt sich der Gault & Millau nicht nur auf einer Auflistung von empfehlenswerten Restaurants, sondern bietet den Lesern auch ein Punktesystem, welches aus dem französischen Schulnotensystem übernommen wurde. Dabei können von 0 bis 20 Punkten vergeben werden. Bewertet wird dabei ab 10 erreichten Punkten. Es können maximal 19,5 Punkte erreicht werden, was daran liegt, dass nach der Überzeugung der beiden Gründer Henri Gault(1) und Christian Millau(2) „nur der liebe Gott, aber kein Mensch Vollkommenheit feststellen könne“.

Neben den Punkten werden auch die oben erwähnten Kochmützen vergeben. Bis einschließlich 2019 konnte ein Restaurant in Österreich mit maximal 4 Kochmützen/Hauben bewertet werden (Frankreich bis 2009 / Deutschland bis 2018). Seit 2020 wurde das Punktesystem verfeinert. Seitdem können auch halbe Punkte vergeben werden, weshalb eine fünfte Kochmütze bzw. Haube bei der Bewertung möglich ist. Das Benotungssystem ist seither wie folgt:

  • Bewertung o. Kochmütze/Haube – 10 bis 10,5 Punkte
  • 1 Kochmütze/Haube – 11 bis 12,5 Punkte
  • 2 Kochmützen/Hauben – 13 bis 14,5 Punkte
  • 3 Kochmützen/Hauben – 15 bis 16,5 Punkte
  • 4 Kochmützen/Hauben – 17 bis 18,5 Punkte
  • 5 Kochmützen/Hauben – 19 und 19,5 Punkte

Lese-Tipps:

Auch interessant