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Schnecken trifft man im Garten vor allem nachts und nach dem Regen an, aber wo verstecken sich die schleimigen Tierchen eigentlich tagsüber bzw. wenn es heiß und trocken ist? Mehr dazu erfahren Sie hier.


Die meisten Schnecken gehören wohl eher zu den unerwünschten Gästen in den Gärten von Gartenbesitzern. Vor allem hungrige Nacktschnecken wie die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) haben nur wenige Fressfeinde und richten somit selbst teilweise große Fraßschäden in Blumen- und Gemüsebeeten an. Will man gegen Sie vorgehen, ist es hilfreich, wenn man weiß, wo Sie sich verstecken. Denn die schleimigen Weichtiere begeben sich nur nachts, wenn es für sie angenehm kühl ist oder bei Regen auf Fresstour bzw. Partnersuche. Aber wo verstecken Sie sich tagsüber?

Wo verstecken sich Schnecken?

Schnecken sind stark auf Feuchtigkeit angewiesen, da sie zum Großteil aus Wasser bestehen und ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht selbst regulieren können (1,2). Aus diesem Grund benötigen Schnecken feuchte und dunkle Verstecke. Besonders wohl fühlen sich Schnecken in den folgenden Verstecken:

  • Spalten im Boden
  • Sonstige Ritzen in Bodennähe
  • Laubhaufen
  • Unter Pflanzenkübeln
  • Holzspalten (speichert Feuchtigkeit)
  • Unter Steinen
  • Unter dichten Pflanzenbeständen
  • Grasschnitt
  • Unter Regentonnen
  • Totholz

Prinzipiell fühlen sich Schnecken also überall dort wohl, wo es feucht und dunkel ist. Anders als viele denken, können sich die meisten Schneckenarten nicht selbst in die Erde eingraben, weshalb sich Schnecken auf die Suche nach einem passenden Versteck machen müssen.

Übrigens: Feuchtigkeit schützt Schnecken nicht nur vor dem Austrocknen, sie erleichtert ihnen auch das Vorankommen. Hierfür muss die Schnecke mit ihrer Unterseite eine sogenannte Fußwelle erzeugen, welche Sie mit jeder Welle ein kleines Stück weiter voranschiebt. Dazu muss die Schnecke allerdings auch Schleim absondern, was bei trockenem Untergrund besonders energieaufwendig ist.

Wo legen Schnecken ihre Eier?

Schnecken legen an denselben Orten ihre Eier ab, an denen sie sich auch verstecken. Ist ein Versteck besonders gut geschützt vor Wärme und Trockenheit, kommen Schnecken auch gerne regelmäßig an dieselben Stellen zurück, um erneut Eier abzulegen.

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Was machen Schnecken im Winter?

Die meisten Nacktschnecken-Arten sterben bereits im Herbst, weshalb die Überwinterung nur als Ei erfolgt. Einige Schneckenarten können aber auch mehrere Jahre alt werden und fallen ab Oktober in einen Winterschlaf. Hierbei reduzieren sie ihre Körpertemperatur und die Organfunktionen werden verlangsamt. Weinbergschnecken können unter optimalen Bedingungen in Terrarien teilweise mehrere Jahrzehnte alt werden.

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