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Wer zum ersten Mal Yoga macht, merkt schnell, dass ein paar Dinge anders sind als bei anderen Sportarten. Allem voran die Frage, warum man Yoga barfuß und ohne Socken macht. In diesem Artikel haben wir die Gründe für Sie zusammengefasst.


Die häufigsten Fragen vor und nach dem ersten Yogakurs sind bei vielen zum einen, ob man die Schuhe ausziehen muss und zum anderen, warum die Yogamatte nur so dünn ist. Die zweite Frage wird dann meist nach der ersten Yoga-Praxis gestellt, da die im Durchschnitt nur 5 Millimeter dicken Yogamatten anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sind. Warum Yogamatten nur so überraschend dünn sind, hat gute Gründe, die wir bereits in diesem Ratgeber für euch beantwortet haben.

Warum macht man Yoga barfuß? – Die 6 Gründe

Hier wollen wir uns nun der Frage widmen, warum man Yoga eigentlich barfuß machen sollte, denn schließlich macht man Aerobic und Co doch auch mit Schuhen und Matten. Tatsächlich gibt es einige gute Gründe, Yoga ohne Schuhe und Socken zu üben. Hier sind die 6 Gründe im Überblick.

1. Besseres Körpergefühl

Die Körperwahrnehmung ist ein wichtiger Teil der Yoga-Praxis. Wer seinen Körper achtsam spürt, kann nicht nur besser entspannen (distanzieren von Gedanken), sondern auch besser auf seinen Körper hören. Nur wenn man Yoga barfuß macht, spürt man genau, wie man steht, wie die Verteilung der Standpunkte ist und wie es im wahrsten Sinne des Wortes um die eigene Balance steht.

2. Bessere Stabilität

Zugegeben, wenn man sonst wenig im Alltag ohne Schuhe macht, ist es anfangs ziemlich ungewohnt, Yoga barfuß zu machen. Sobald sich Kopf und Fuß aber einmal daran gewöhnt haben, profitiert vor allem die Stabilität. Barfuß ist der Halt auf der Yogamatte deutlich rutschfester als mit Socken. Die Zehen können frei von den Schuhen mitarbeiten und sich einzeln in die Matte graben, um zusätzliche Stabilität zu geben.

3. Mehr Balance

Durch den direkten Kontakt der Fußsohlen zum Boden kann Ungleichgewicht deutlich direkter erfahren und ausgeglichen werden. Der Fuß besteht aus etwa 30 Muskeln und 27 Gelenken, die allesamt frei vom Schuh deutlich individueller balancieren und dem Körper so mehr Gleichgewicht geben können.

4. Der Fuß wird gestärkt

Wer sich nicht viel barfuß bewegt, dessen Fußmuskulatur wird nicht gerade ausgeprägt sein. Zudem haben Füße auch sonst meist keine Priorität, wenn es ums Training geht. Das ist ziemlich schade, denn die Fußmuskulatur wirkt wie ein Korsett. Je trainierter der Fuß ist, desto stabiler ist der Stand und desto besser ist der Fuß auch vor Verletzungen geschützt. Durch das Üben von Yoga barfuß wird der Fuß durch das freie Bewegen ganzheitlich gestärkt, weshalb Yoga gleichzeitig auch ein ideales Fuß-Training ist.

5. Schonender für die Yogamatte

Yoga barfuß und ohne Schuhe zu machen, ist außerdem deutlich schonender für die Yogamatte. Gerade die üblichen PVC-Yogamatten bekommen durch das Profil der Schuhe schnell Risse und werden so schneller abgenutzt.

6. Energiepunkte an den Füßen

Je nach Yoga-Art dreht es sich im Yoga oft auch um Energiepunkte, welche sich natürlich auch an den Füßen befinden und durch Schuhe oder Socken blockiert werden. Das ist allerdings auch abhängig von der eigenen Herangehensweise an das Thema Yoga sowie die Ausführung der eigenen individuellen Yoga-Praxis und auch die eigene Beziehung zum Thema Spiritualität.

Was tun, wenn die Füße beim Yoga frieren?

Oft fühlen sich die Leute auch unwohl dabei, Yoga barfuß zu praktizieren, weil sie an den Füßen frieren. Prinzipiell bringt das Praktizieren von Yoga barfuß deutlich mehr Vorteile als mit Socken und oft fühlt man ein unangenehmes Frieren an den Füßen auch nur anfangs. Wer trotzdem stark friert, der kann mit speziellen Yoga-Socken üben. Diese haben den Vorteil, dass sich die Zehen frei bewegen können und an den Sohlen eine spezielle Gummierung für besseren Halt sorgt als mit normalen Socken.

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