Foto: Conscious Design / Unsplash.com


Nicht immer ist die Yogamatte mit dabei und es bleibt nur die Möglichkeit, Yoga ohne Matte zu machen oder ganz darauf zu verzichten. Damit Sie nicht auf Ihre Yogapraxis verzichten müssen, wenn Sie unterwegs sind, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, worauf es ankommt, wenn Sie Yoga ganz ohne Yogamatte machen möchten.


Viele Menschen möchten gerne öfters Yoga machen, allerdings hindert sie nicht selten ein Mangel an Zeit oder Gelegenheit daran. Yoga ist zwar eine Möglichkeit, ohne viel Schnickschnack und nur mit dem Eigengewicht den Körper zu trainieren, allerdings macht eine Yogamatte die Asanas deutlich angenehmer.

Nicht immer hat man nun aber die Möglichkeit, die Yogamatte oder auch die passende Bekleidung stets zu allen Unternehmungen mitzunehmen, bei denen auch eine Gelegenheit für etwas Yoga wäre. Damit Sie in solchen Situationen nicht ganz auf Ihre Yogapraxis verzichten müssen, hier ein paar Tipps, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Yoga ohne Yogamatte machen möchten.

1.  Alternative Untergründe

Prinzipiell eignen sich alle ebenen Untergründe, um Yoga zu machen, aber nicht alle Yogaübungen eignen sich für alle Untergründe.

Weicher Teppich – Für Yoga ohne Matte haben Sie die meisten Möglichkeiten auf einem großen weichen Teppich. Diese gibt sowohl den nötigen Halt, als auch Komfort.

Graswiesen – Draußen eignen sich dichte Wiesen mit kurzem Gras sehr gut, um Yoga zu machen. Vorausgesetzt, dass diese trocken sind. Je nach Zustand der Wiese können Sie auch Yogaübungen machen, bei denen Sie sich nicht hinlegen und/oder Ihre Hände benutzen müssen.

Parkettböden – Ebenfalls praktisch, um Yoga ohne Matte zu machen, sind Parkettböden. Diese geben Ihnen bei Ihren Übungen einen guten Grip. Was an Komfort fehlt, geht zugunsten der Stabilität. Bei Yoga auf harten Böden sollte es vermieden werden, die Knie abzulegen, da diese oft recht empfindlich auf harte Untergründe reagieren können.

Steinböden – Achten Sie bei Steinböden darauf, dass keine Steinchen auf Ihrem Platz liegen, da diese vor allem in den Handballen unangenehm sein können.

2. Reise-Yogamatte

Einer der häufigsten Gründe, warum Yogamatten zu Unternehmungen nicht mitgenommen werden, ist schlicht die Größe. Auch wenn gängigen Yogamatten nicht sehr schwer sind, müssen diese gerollt werden, was viel Platz einnimmt. Viele Reise-Yogamatten hingegen können gefaltet werden und passen so sehr gut in jeden Rucksack oder Tasche.

3. Yoga ohne sich hinzulegen

Für manche Menschen ist auch die Hygiene ein Grund, warum man Yoga nicht ohne Matte machen möchte. Allerdings müssen Sie sich bei Ihren Yogaübungen auch nicht unbedingt immer hinlegen. Die meisten Asanas lassen sich leicht anpassen und so können Sie zum Beispiel beim Sonnengruß vom herabschauenden Hund direkt in den Ausfallschritt übergehen und müssen so nicht ins Brett bzw. die Plank und sich auf dem Boden ablegen.

4. Yoga ohne Hände

Yoga ohne Hände schränkt schon etwas mehr ein, ist aber auch noch gut machbar. Wenn Sie Yoga ohne Matte machen möchten und aus hygienischen Gründen Ihre Hände nicht benutzen möchten, können Sie, wenn möglich, auch über den oberen Bereich Ihres gewählten Yoga-Platzes mit einem Lappen wischen. Sollte das nicht möglich sein bzw. Sie Ihre Hände dennoch nicht benutzen möchten, können Sie zum Beispiel auch einen Krieger-Flow machen. So trainieren Sie vor allem Ihre Beine und sind nicht auf Ihre Hände angewiesen, da ein Großteil der Übungen im Stehen gemacht werden können. Hier ein schönes Beispiel von AlinaAndYoga:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

5. Yoga mit oder ohne Schuhe

Gerade wenn man draußen ist, kann es sein, dass man die Schuhe lieber anlassen möchte, wenn man Yoga ohne Matte macht. Prinzipiell kann man Yoga auch mit Schuhen machen, allerdings bietet es einigen Vorteile, wenn man Yoga barfuß macht, die wir bereits in diesem Artikel beschrieben haben. Wenn Sie Ihre Schuhe bei Ihren Yogaübungen anbehalten möchten, sollten Sie diese etwas lockern, aber nicht zu sehr, damit Sie noch einen stabilen Stand haben und nicht aus den Schuhen rutschen.

6. Achten Sie auf Ihre Knie

Vor allem bei harten Böden sollten Sie auf Ihre Knie achten, wenn Sie Yoga ohne Matte machen. Die Kniegelenke sind sehr sensibel und mögen es nicht, wenn diese auf einen harten Untergrund abgelegt und zusätzlich noch mit viel Gewicht belastet werden.

7. Lieber ein paar Sonnengrüße als komplexe Asanas

Wenn Sie Yoga ohne Matte machen, ist das je nach Untergrund nicht immer ideal. Stellen Sie also nicht zu hohe Ansprüche an Ihr Yoga-Training. Ein paar einfache bzw. harmonische Sonnengrüße, die Ihren Körper öffnen und die Achtsamkeit auf diesen lenken, sind bereits viel wert und können wertvoller für Sie und Ihre Routinen sein als komplexe Asanas, bei denen Sie vielleicht sogar ins Schwitzen kommen, obwohl Sie keine Wechselklamotten dabei haben oder sich gar verletzen. Keep it simple, genießen Sie die Umgebung und setzen Sie sich nicht unter Druck, dann macht auch Yoga ohne Matte mindestens genauso viel Spaß wie mit Yogamatte.

Auch interessant