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Über die Jahre sammeln sich viele Dinge an, die mit der Zeit nicht mehr genutzt werden. Hier zeigen wir Ihnen die besten Tipps, wie Sie Haushalt und Wohnung radikal ausmisten – und das einfach und schnell.


In jedem Haushalt sammeln sich langsam aber stetig Dinge an, die mit der Zeit ungenutzt bleiben und dann nur noch Stauraum und Ablageflächen reduzieren. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem man feststellt, dass mal wieder ausgemistet werden sollte. Nicht selten haben sich dann allerdings schon so viele Dinge in der Wohnung angesammelt, dass einen das Vorhaben der Entrümpelung überfordern kann. Dann ist es wichtig, dass Sie das Ausmisten mit System angehen.

7 Tipps, um Haushalt und Wohnung radikal auszumisten

Häufig machen sich bereits vor dem Ausmisten Frustration und Ratlosigkeit breit und das Gefühl entsteht, vor einer unüberwindbaren Aufgabe zu stehen. Spätestens dann sollte radikal ausgemistet werden. Wenn ausgemistet wird, schafft das nicht nur Ordnung in der Wohnung, sondern auch im Kopf. Der Kontakt mit den Dingen animiert zum Nachdenken und hilft dabei, den einen oder anderen über die Jahre ebenfalls liegengelassenen Gedanken zu Ende zu denken oder neu einzuordnen. Neben Platz und Ordnung ist genau das der Grund, warum ein Ausmisten der Wohnung so guttut. Wer radikal ausmisten und dabei Frustration vermeiden möchte, der sollte vor allem systematisch an das Vorhaben herangehen.

1. Sich die Zeit nehmen

Frustration entsteht vor allem dadurch, dass die Zeit für das Ausmisten falsch eingeschätzt wird. Der reale Zeitaufwand ist dabei stark abhängig von der Menge an Dingen, die sich angesammelt haben. Pro Zimmer sollten Sie sich zwischen ein bis vier Stunden Zeit nehmen, je nachdem, wie viele Dinge sich in dem Zimmer befinden. Bei mehreren Zimmern sollten Sie somit auch Pausen einplanen, vor allem, wenn diese aufwendiger auszumisten sind. Sein Sie bei der Zeitplanung eher großzügiger, damit Sie nicht unter Zeitdruck geraten.

2. Etappen planen

Wenn der Zeitaufwand intensiver sein sollte, müssen Sie Etappenziele festlegen. Es bietet sich an, diese nach Zimmern oder wenn nötig nach Bereichen einzuteilen. So sind einzelne Etappen klar voneinander getrennt und größere Vorhaben können bei wenig Zeit so auch leichter über mehrere Tage verteilt werden.

3. Das richtige System für Entscheidungen

Beim Ausmisten werden Sie gezwungen sein, sehr viele Entscheidungen zu treffen. Das ist einer der Hauptgründe, warum das Entrümpeln Vielen allgemein schwerfällt. Wer radikal ausmisten möchte, der benötigt ein einfaches System zur schnellen Bewertung von Dingen:

  • Die radikalste Regel ist die Ein-Jahr-Faustregel. Das bedeutet, wenn Sie eine Sache etwa ein Jahr nicht benutzt haben, kann diese weg. Wem ein Jahr zu radikal ist, der kann auch zwei Jahre daraus machen.
  • Ebenfalls wichtig ist eine Sonderregel, denn nicht selten werden Sie auch über Dinge stolpern, die einen Sonderfall darstellen. Zum Beispiel, wenn Sie nicht mehr genau wissen, wann Sie die Sache zuletzt benutzt haben oder Dinge, die Sie schlicht nicht mehr benötigen werden. Wenn Sie eine der folgenden Fragen dabei mit „nein“ beantworten, kann die Sache ebenfalls ausgemistet werden:
    • Funktioniert die Sache noch?
    • Macht die Sache noch Spaß?
    • Werde ich die Sache im nächsten Jahr benutzen?

4. Wohin mit den ausgemisteten Dingen?

Bevor Sie nun mit dem Ausmisten beginnen, sollte die Frage geklärt sein, wo die ausgemisteten Dinge später hinkommen. Informieren Sie sich deshalb vorher kurz, wo zum Beispiel der nächste Wertstoffhof ist. Wenn Sie auch Ihren Kleiderschrank ausmisten, sollten Sie vorher ebenfalls schauen, wo sich der nächste Altkleidercontainer befindet. Fragen Sie sich beim Ausmisten allgemein immer, ob und wer die Sache noch gebrauchen könnte. Dinge zu verkaufen ist oft deutlich zeitaufwendiger, als diese zu verschenken. Viele Dinge können Sie über Kleinanzeigen im Internet kostenlos zur Selbstabholung verschenken. In vielen Straßen funktioniert es auch eine große Kiste vor die Tür zu stellen und „zu verschenken“ drauf zu schreiben.

Wichtig: Verschenken Sie nur Dinge, die nicht kaputt sind. Wenn Sie radikal ausmisten möchten, ist es meist einfacher Dinge zu entsorgen. Auch kaputte Kleidung kann vom Deutschen Roten Kreuz selten verwendet werden und erzeugt so eher nur einen Mehraufwand.

5. Checkliste erstellen

Sehr hilfreich ist ebenfalls oft eine Checkliste. Unterteilen Sie die Liste dabei am besten in „vorbereitende Aufgaben“ und den Rest entweder in Bereiche (wie zum Beispiel Zimmer) und/oder Kategorien (wie Bücher, Kleider, etc.).

6. Müllsäcke und Kartons vorbereiten

Umzugskartons und Müllsäcke helfen beim Sortieren, da Sie so besser den Überblick behalten. Vermeiden Sie es Dinge auszumisten, die Sie später noch einmal erneut sortieren müssen. Mit Kartons können Sie auch große Ziele in viele kleine Ziele unterteilen. So haben Sie vor allem auch den Fortschritt deutlich besser im Auge.

7. An der eigenen Einstellung festhalten

Vielen Menschen fällt es schwer, Dinge loszulassen, wodurch die Gedanken beim Aussortieren deutlich schneller von der Aufgabe abgelenkt werden. Wer radikal ausmisten möchte, der muss sich vorher bewusst dafür entscheiden, Dinge loszulassen.

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